Geförderte Projekte

Ausschreibungsergebnisse nach Kalenderjahren

Ausschreibungsergebnisse nach Instrumenten / Programmlinien

Bei Inhaltlichen Fragen zu Projekten wenden Sie sich bitte an den Bedarfsträgervertreter des BMLV:

Bundesministerium für Landesverteidigung
Abteilung Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Referat Nationale Sicherheits- und Verteidigungsforschung 

Mag. Dr. Adelheid Obwaller
Roßauer Lände 1
A-1090 Wien 
verteidigungsforschung(at)bmlv.gv.at

INERT

|   Call 2024

Innovatives pharmakokinetisches Bewertungsverfahren von Autoinjektoren im militärischen Einsatz

Hintergrund: Autoinjektoren (automatische Injektionsgeräten) zur Selbstverabreichung von Medikamenten müssen auch unter militärischen Bedingungen zuverlässig funktionieren. Entscheidend sind dabei das tatsächlich abgegebene Volumen und die Bioverfügbarkeit der injizierten Substanz.

Problemstellung: Bisherige Tests von Autoinjektoren sind aufwendig und teuer, da sie Versuche an Tieren oder Menschen erfordern.
Lösungsansatz: Ziel von INERT ist es ein standardisiertes Testverfahren zu entwickeln das unter Verwendung von Gewebeproben, mikroCT-Bildgebung und KI-gestützter Analyse in Zukunft eine zuverlässige Bewertung von Autoinjektoren für den militärischen Einsatz ermöglicht.

Durchführung: Mit Hilfe von Gewebeproben werden pharmakokinetische Daten zum Volumen und der Bioverfügbarkeit erhoben, die für die funktionelle Bewertung unterschiedlicher Autoinjektorsysteme entscheidend sind. Auf Basis dieser Daten wird ein standardisiertes Testverfahren entwickelt, bei dem eine Substanz subkutan oder intramuskulär injiziert werden kann und der Injektionsvorgang mittels mikroCT-Bildgebung hochauflösend erfasst wird. Die gewonnenen Bilddaten werden anschließend KI-basiert segmentiert, analysiert und simuliert, um Volumen, Oberfläche und räumliche Verteilung der injizierten Flüssigkeit präzise zu bestimmen.

Erwartete Ergebnisse: Das Testverfahren ermöglicht somit die objektive Beurteilung der Funktionalität verschiedener Autoinjektoren hinsichtlich Reproduzierbarkeit, Abgabevolumen, Bioverfügbarkeit und Resorptionszeit. Dies schafft erstmals eine tierversuchsfreie, ökonomische und zugleich aussagekräftige Alternative zu bestehenden Prüfverfahren.

Bundesministerium für Finanzen
Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft - FFG
Bundesministerium für Landesverteidigung