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Bei Inhaltlichen Fragen zu Projekten wenden Sie sich bitte an den Bedarfsträgervertreter des BMLV:

Bundesministerium für Landesverteidigung
Abteilung Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Referat Nationale Sicherheits- und Verteidigungsforschung 

Mag. Dr. Adelheid Obwaller
Roßauer Lände 1
A-1090 Wien 
verteidigungsforschung(at)bmlv.gv.at

IAMLOG - Integration von Additive Manufacturing in die Militärlogistik

|   Call 2024

Die Einführung von Additive Manufacturing (AM) beim Österreichischen Bundesheer (ÖBH) ist ein strategischer Schritt zur Verbesserung der Kampfkrafterhaltung und Einsatzbereitschaft. Durch dezentrale, bedarfsgerechte Fertigung lassen sich lange Vorlaufzeiten und Abhängigkeiten von externen Lieferketten reduzieren. Die Friedens- als auch die Gefechtsfeldinstandsetzung wird dadurch positiv unterstützt. IAMLOG entwickelt hierfür ein umfassendes Logistikkonzept und validiert dessen Leistungsfähigkeit in realistischen Szenarien.

Die Einführung von Additive Manufacturing (AM) beim Österreichischen Bundesheer (ÖBH) ist ein strategischer Schritt zur Verbesserung der Kampfkrafterhaltung und Einsatzbereitschaft. Durch dezentrale, bedarfsgerechte Fertigung lassen sich lange Vorlaufzeiten und Abhängigkeiten von externen Lieferketten reduzieren. Die Friedens- als auch die Gefechtsfeldinstandsetzung wird dadurch positiv unterstützt. IAMLOG entwickelt hierfür ein umfassendes Logistikkonzept und validiert dessen Leistungsfähigkeit in realistischen Szenarien.

Militärische Relevanz und Ziele
IAMLOG soll die Kampfkrafterhaltung, Reaktionsfähigkeit und Durchhaltefähigkeit des ÖBH steigern. Die dezentrale Produktion von Ersatzteilen ermöglicht eine rasche GefechtsfeldInstandsetzung und verbessert die Beweglichkeit und Autarkie der Truppe. AM sorgt für Flexibilität bei der Ersatzteilfertigung, optimiert Logistikprozesse und reduziert den Materialnachschubaufwand und hat enormes Einsparungspotential. Neben der technischen Umsetzung klärt IAMLOG auch rechtliche Fragen, zB zu geistigem Eigentum und Zertifizierung.

Lösungsansätze und Umsetzung
Das Projekt umfasst drei Kernbereiche:

  • Entwicklung eines AM-Logistikkonzepts, das die Integration von 3D-Druck in militärische Abläufe regelt, von Materialwahl bis zu Logistikprozessen,
  • Validierung in einer militärischen Übung, um AM-Prozesse unter realistischen Bedingungen zu testen und
  • Erarbeitung von Handlungsempfehlungen zur Schulung des Personals und zur strukturellen Anpassung der Logistik.

Innovation, Nachhaltigkeit und Ausbildung
IAMLOG greift internationale "Best Practices" auf, zB die Nutzung von AM-Technologien durch die deutsche Marine und die australische Armee. Auch im ÖBH gibt es bereits erste Versuche, AM einzusetzen. Diese fanden bis dato aber unkoordiniert und auf Eigeninitiative engagierter Bediensteter statt. In IAMLOG werden diese Initiativen als Grundlage genommen.
Genderspezifische Aspekte, zB Förderung von Frauen in technischen Berufen sowie die geschlechtsneutrale Gestaltung von Schulungsunterlagen und Ausbildungscurricula, werden hierbei von Anfang an mitgedacht und mitentwickelt. Nachhaltigkeitsaspekte wie Materialeinsparung und Energieeffizienz durch On-Demand-Fertigung werden ebenfalls berücksichtigt.
Zudem wird eine autarke Energieversorgung für mobile 3D-Druck-Stationen erarbeitet.

IAMLOG soll eine zentrale Lücke in der militärischen Logistik schliessen und positioniert das ÖBH als "Early Adaptor" im Bereich additiver Fertigung im militärischen Kontext. Durch die Zusammensetzung des Konsortiums ist sichergestellt, dass alle notwendigen Gebiete (Additive Fertigung, Logistik, autonomer Transport, Energieversorgung) umfassend und systemisch abgedeckt sind.

Bundesministerium für Finanzen
Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft - FFG
Bundesministerium für Landesverteidigung